20.12.2011 Leipzig: Staffelwettbewerbe sorgen für Freude
Staffelwettbewerbe sorgen für FreudeDen letzten Wettkampf 2011 absolvierten am Sonnabend 13 Sportler der Abteilung Schwimmen des SV Grün-Weiß Wittenberg. Sie starteten beim Weihnachtsschwimmfest in Leipzig. Dort waren die Staffelwettbewerbe der Höhepunkt. Über Bronze freuten sich Melissa Thormann, Lena Meyer, Franziskus Paul und Tom Migas (Jahrgang 2002). Für noch mehr Aufsehen sorgte die Staffel der Jahrgänge 1999/98. Julia Polini, Sasha Bähr, Anika Bayerl und Martin Thomrann erschwammen einen sensationellen zweiten Platz.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
15.12.2011 Wittenberg: Lust auf Schwimmhäute?
Lust auf Schwimmhäute?PORTRÄT Wassersportler des SV Grün-Weiß Wittenberg genießen Rückkehr in ihre modernisierte Halle.
WITTENBERG/MZ - Katrin Pahnke-Meyer hat alles genau im Blick. Sie hebt warnend den Arm, wenn einer der Jungen im Becken aus Versehen in die falsche Richtung schwimmt. Wenige Meter weiter beantwortet sie schnell eine Frage ihrer Trainerkollegin. Zwischendurch wird den Eltern rasch zugewunken, die durch die große Panoramascheibe beobachten, was ihre Schützlinge so treiben. Und dann nimmt sie sich noch die Zeit, um sich mit der Presse zu unterhalten. Obwohl gerade Trainings-Hochzeit im und am Becken herrscht.
Erstmals im Mittelpunkt
Aufgeregt ist sie nicht. Auch wenn die 40-Jährige erstmals in ihrer neuen Funktion als Abteilungsleiterin Schwimmen des SV Grün-Weiß Wittenberg im Mittelpunkt steht. Geduldig lässt sie ein Bild von sich machen, schnappt sich dann ihre Unterlagen und sucht sich ein gemütliches Eckchen in der modernisierten Piesteritzer Schwimmhalle zum Plauschen.
In dieser Halle sind die grün-weißen Sportler zu Hause. Nach der monatelangen Umgestaltung und deswegen verschlossenen Türen fühlt man sich jetzt doppelt wohl. Nicht nur, weil man ein schickes und funktionales Schwimmbad nutzen kann. Der Verein, der zugleich Landesstützpunkt Schwimmen ist, muss nicht mehr nach Pretzsch ausweichen. Seufzend erinnert sich Katrin Pahnke-Meyer, "dass dies nötig, aber keineswegs einfach war". Aktive, Trainer und Eltern müssen keine lange Fahrzeiten mehr auf sich nehmen, es kann wieder dreimal pro Woche ins Wasser gegangen werden. "Die Normalität hat uns wieder."
Zu der gehören neben den wöchentlichen Trainingseinheiten aber auch immer wieder Starts bei Wettkämpfen, bis hin auf internationaler Bühne. So errangen die Wittenberger allein in diesem Jahr 19 Medaillen bei Landesmeisterschaften. Sascha Bähr erschwomm sich den Titel des Landesjahrgangsmeisters, Tina Kelitz wurde deutsche Jahrgangsmeisterin. Katharina Stephan holte sich den Deutschen Titel bei den Masters (200 Meter Freistil) und wurde Europameisterin im Rettungsschwimmen. Dies sind nur einige Beispiele, wie erfolgreich sich hartes Training auszahlen kann.
Ein Verein auch für die Masse
Wobei die neue Abteilungsleiterin ausdrücklich betont, "dass wir uns auch für die breite Masse aufgestellt sehen. Sicher klappt es nicht, wenn man sich nur ein- oder zweimal im Monat blicken lässt". Wer jedoch Geduld und Ausdauer, aber auch Spaß habe, sich Schwimmhäute zuzulegen, sei jederzeit gern gesehen. "Und wer regelmäßig ins Wasser geht wird staunen, wie rasch ihm die zwischen den Zehen wachsen" fügt Pahnke-Meyer herzlich lachend an. Und erklärt noch einmal: "Auch ohne Meistertitel oder eine große Medaillensammlung ist man bei uns ein vollwertiges Vereinsmitglied."
Nun war das Jahr 2011 aber eben auch für sie selbst ein sehr spannendes. In erster Linie ihrer Wahl zur Abteilungsleiterin wegen. Immerhin tritt sie in ziemlich große Fußstapfen. "Ich habe zunächst schon etwas überlegt, mich an das Erbe von Uwe Stephan heranzuwagen. Schließlich hat er 20 Jahre lang die Geschicke unserer Abteilung geleitet."
Keine Angst vor dem Amt
Aber Katrin Panke-Meyer sieht das Amt nicht personengebunden. "Als Abteilungsleiter geht es darum, sich um die Gegenwart und die Zukunft zu sorgen. Dies war bei Uwe so und wird sich bei mir nicht ändern." Darum hatte sie letztlich keine Angst vor den Stephanschen Fußstapfen und der Arbeit, die auf sie zukommt. Und außerdem: "Ich habe so viele fähige Mitstreiter an meiner Seite, da kann doch gar nichts schief gehen."
Jetzt geht es erst einmal in die Jahreswechselpause. Aber nur kurz, im Januar beginnt der nächste Seepferdchenkurs , am 21. und 22. stehen erste Wettkämpfe an. AUSBLICK 2012
100 Jahre werden ganz groß gefeiert
108 Mitglieder zählt die Abteilung Schwimmen aktuell. Ende September wurde eine neue Abteilungsleitung gewählt. Neben Katrin Pahnke-Meyer als Chefin wurde noch Jana Bär als Schatzmeisterin neu in das Gremium berufen.
Im kommenden Jahr können die Lutherstädter ganz groß feiern. Dann gibt es nämlich seit 100 Jahren in Wittenberg-Piesteritz einen Schwimmverein. Klar ist bereits, dass es aus diesem Grund vom 14. bis 16. September 2012 ein großes Fest im Piesteritzer Freibad geben wird. Dazu wird zeitgleich das alljährliche Verbandsfest des Landesschwimmverbandes durchgeführt.
Laut Pahnke-Meyer soll ein Event auf die Beine gestellt werden, bei dem spannende Wettkämpfe, aber auch kulturelle Programmteile vorgesehen sind. Zudem will der Verein die Möglichkeit nutzen, den Besuchern seine 100-jährige Geschichte zu präsentieren. AR
Nach der Hallenmodernisierung gehen die Mitglieder des Schwimmabteilung von Grün-Weiß Wittenberg noch viel lieber ins Wasser. FOTO: ACHIM KUHN
K. Pahnke-Meyer
Ich habe so viele fähige Mitstreiter
an meiner Seite.
Katrin Pahnke-Meyer
Abteilungsleiterin Schwimmen
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
14.12.2011 Halle: Nochmal Medaillen aus dem Wasser gefischt
Nochmal Medaillen aus dem Wasser gefischtDie besten Schwimmer Sachsen-Anhalts der Klassenstufen zwei bis sechs trafen sich am Sonnabend zum traditionellen Weihnachtsschwimmen in Halle. Mit dabei waren auch sechs Aktive von Grün-Weiß Wittenberg. Sie kehrten erfolgreich nach Hause zurück. Neben etlichen Medaillen und neuen persönlichen Bestzeiten ragte vor allem Thorfinn Braune heraus. Er wurde in der Klassenstufe zwei neben anderem auch Sieger im Mehrkampfwettbewerb. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
06.12.2011 Potsdam & Bernburg : Lutherstädter werden zu Goldfischen
Lutherstädter werden zu GoldfischenDie Schwimmer des Landesleistungsstützpunktes Wittenberg waren am Wochenende beim Potsdamer Seepferdchen-Cup (bis 3. Klasse) bestens in Form. John-Eric Kreutz, Liam Schmidt (beide Jahrgang 2005) und Anna Grube (2006) schnupperten sogar erstmals Wettkampfluft. Anna Grube wurde Erste über 25 Meter Brust (43,8 s). Melissa Thormann (2002) belegte über 50 Meter Rücken (46,0 s) den dritten Platz. Bestzeiten bei allen Starts lieferten Paulin Winkler (2003), Robin Bähr (2004) und Thorfinn Braune (2003) ab.
Die etwas älteren Schwimmer standen beim Weihnachtspokal in Bernburg auf den Startblöcken. Sasha Bähr (1998) erkämpfte sich vier Bestzeiten plus vier erste Plätze. Teamkollege Stefan Leszczenski kam mit einmal Gold, zweimal Silber und drei Rekorden nach Hause. Weitere Medaillen holten Celine Krumbholz (1998) über 100 Meter Freistil (1:07,3 s), Felix Poloni (1997) über 50 Meter Rücken (32,1 s) und Stefan Rettig (1989) über 100 Meter Brust (1:13,7 min). In der offenen Wertung über 200 Meter Freistil erreichte Anika Bayerl (1998) einen guten vierten Platz (2:35,3 min). Zum Abschluss des Wettkampfjahres sind die Wittenberger beim Weihnachtsschwimmen des SV Halle und in Leipzig unterwegs. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
29.11.2011 Osterode: Lutherstädter feiern erste Bescherung
Lutherstädter feiern erste BescherungGrün-Weiß-Nachwuchs kommt gut vom Block.Vor allem in der Vorweihnachtszeit stehen für die Schwimmer des SV Grün-Weiß Wittenberg viele Wettkämpfe im Terminkalender. Am Wochenende standen 19 Aktive des Landesleistungsstützpunktes beim Osteroder Weihnachtssprint (Harz) auf den Startblöcken. 47 Medaillen hieß die Ausbeute plus einige persönliche Bestzeiten. Die achtmal 50-Meter- Freistilstaffel in der Besetzung Annika Bayerl, Sasha Bähr, Paulin Winkler, Benjamin Bähr, Melissa Thormann, Franziskus Paul, Alina Migas und Felix Poloni erkämpfte sich sofort Platz ein. Als der letzte Starter ins Wasser sprang, wurde es eine Zitterpartie für alle anderen Teilnehmer. Felix Poloni zeigte viel Kampfgeist. Doch am Ende half alles Anfeuern nichts. Er musste sich dem drei Jahre älteren Schluss-Schwimmer der Osteroder Heimmannschaft geschlagen geben und führte die Staffel auf den zweiten Platz. Der auffälligste Wittenberger war der zwölfjährige Stefan Leszczenski, der über 50 Meter Freistil (32,12 s), Rücken (37,46 s) und Schmetterling (37,18 s) Bestzeiten ablieferte und dafür dreimal Gold erhielt. Teamkollege Sasha Bähr (Jahrgang 1998) knackte über 50 Meter Brust seinen alten Rekord (37,4 s). Der gleichaltrige Martin Thormann siegte mit Bestzeit über 50 Meter Rücken (36,94 s). Der erst siebenjährige Thorfinn Braune dominierte seine Altersklasse und holte sich zwei Bestzeiten über 50 Meter Freistil (41,5 s) und Rücken (50,1 s) ab. Jeder Start ein Sieg galt ebenso für Franziskus Paul (2002), Benjamin Bähr (2001), Sasha Bähr (1998), Felix Poloni (1997), Jasmin Neubauer (1995) und Laura Barabas (1994).
Vom Zehn-Länderkampf in Berlin kehrte die neunjährigen Lena Meyer heim. Als Starterin über 50 Meter Schmetterling erkämpfte sie für die Landesauswahl Sachsen- Anhalt mit neuem Rekord (43,7 s) einen guten zwölften Platz in einem starken Teilnehmerfeld. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
15.11.2011 Wittenberg: Schwimmer werden zu Goldfischen
Schwimmer werden zu GoldfischenWETTKAMPFDie Schwimmer des SV Grün-Weiß Wittenberg gewannen am Samstag beim Heider Herbstschwimmen insgesamt 44 Medaillen. Für die Sportler aus der Lutherstadt war es bereits der dritte Start an der Nordseeküste. Der 13-jährige Sasha Bähr gewann über 100 Meter Brust (1:25,9 min) den Siegerpokal. Teamkollege Felix Poloni schaffte dies über 100 Meter Rücken (1:15,1 min) und Anika Bayerl über 100 Meter Schmetterling (1:16,6 min). Benjamin Bähr ließ über die 100 Meter Freistil selbst ein Jahr ältere Aktive hinter sich (1:23,0 min) und holte Gold. Toll in Form waren die Wittenberger Schwimmer des Jahrgangs 2002. Über 100 Meter Freistil zündete Tom Migas sprichwörtlich den Turbo und wurde mit einer großartigen Zeit belohnt (1:29,6 min). Melissa Thormann holte in persönlicher Bestzeit (47,6 s) über 50 Meter Rücken Gold und hängte ihre favorisierte Vereinskameradin Lena Meyer ab. Diese dreht auf ihrer Lieblingsstrecke, den 50 Metern Schmetterling, den Spieß allerdings herum und siegte in persönlicher Bestzeit (44,27 s). Mit dieser Leistung qualifizierte sich Meyer für den Zehn-Länderkampf in Berlin. Sie gehört am 20. November zum Team Sachsen-Anhalt. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
15.10.2011 Eisleben: Letzter Kampf vor den Herbstferien
Letzter Kampf vor den HerbstferienStarke Lutherstädter abonnieren Podest.
Ab in die Herbstferien! Die nächsten Tage haben die Aktiven des Wittenberger Schwimmvereines trainingsfrei, wie Vereinsmitglied Katrin Pahnke-Meyer der MZ berichtet. Doch zuvor standen 25 Aktive des SV Grün-Weiß bei einem Wettkampf in Eisleben auf den Startblöcken. Und kehrten laut Pahnke-Meyer sehr erfolgreich zurück. 39 Mal kletterten die Lutherstädter aufs Podest. 21 Aktive erreichten persönliche Bestzeiten.
Als erste gingen die Jüngsten(Jahrgang 2003 und jünger) ins Wasser. In der viermal 25-Meter-Bruststaffel mussten sich die Wittenberger in der Besetzung Thorfinn Braune ,Karl Grasenack, Paulin Winkler (alle 2003) und Alecandra Wilke (2004) nur den Schwimmern des gastgebenden SV geschlagen geben. In den Einzelwertungen fischte der Nachwuchs zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze aus dem Becken. Bei den Größeren gefielen Felix Poloni (Jahrgang 1997) über 50-Meter Freistil (281 s), Sasha Bähr (1998) über 200 Meter Lagen (2:513 min), Lena Meyer (2002) über 50 Meter Schmetterling (447 s) und Benjamin Bähr (2001) über 100 Meter Freistil (1:2215 min). Goldenes Edelmetall sprang auf für Celine Krumbholz (1996), Jasmin Neubauer (1995), Anika Bayerl (1998), Paul Lühnsdorf (2000) heraus.
Die achtmal 50-Meter-Freistilstaffel (Felix Poloni, Sasha Bähr, Martin Thormann, Lars Bornemann, Celine Krumbholz, Jasmin Neubauer, Alina Migas und Anika Bayer) zog in Ihrem Lauf alle davon und schlug mit mehr als 25 Meter Vorsprung an. Nach den Ferien, so erklärte Pahnke-Meyer abschließendstehen den Grün-Weißen Wettkämpfe in Heide, Osterode und Potsdam bevor.
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Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
21.06.2011 Bergwitz: Kampf gegen die Elemente
Kampf gegen die ElementeDer 21. Bergwitz-Triathlon ging ohne viele Blessuren über die Bühne. Breitensport-Förderung bleibt neben Landesmeisterschaft ein wichtiges Element.Wind und Wellen waren die härtesten Gegner der Sportler beim 21. Bergwitz-Triathlon. Für Thomas Schmidt von den Triathlonfreunden Wittenberg, dem Gewinner des Sprintwettbewerbs, war die Schwimmdistanz die härteste. "Das Wasser war sehr kabbelig", beschrieb er die kurzen, hohen Wellen. Der Wind machte ihm auch auf dem Rad zu schaffen. "Die ersten zehn Kilometer waren purer Gegenwind - ich hätte nicht gedacht, dass es reicht", erzählte der erst Sonntag nachgemeldete Athlet. Den Wettkampf um den ehemaligen Baggersee mag der 1983 geborene Sportler sehr. "Ich mache hier immer wieder gern mit."
"Die ersten zehn
Kilometer waren
purer Gegenwind."
Thomas Schmidt
Gewinner Sprintwettbewerb
Auch Veranstalter Martin Bednorz war froh über den Verlauf des Ausscheides. Seit Dezember ist er Vorsitzender der Triathlonfreunde, die in Zusammenarbeit mit dem Verein Elbaue-Heide-Region Kemberg seit Jahren schon die Organisation übernehmen. "Wir wollen weiter den Volkssport ansprechen, verlieren dabei aber nicht die Landesmeisterschaft aus dem Blick", erzählte er. Das sah auch Wolfgang Müller aus Pratau so. "Wichtig sind nicht Maximalleistungen", befand Müller. Es sei sehr schön, auch so viele Menschen an der Strecke stehen zu sehen. Der Bergwitzer Lutz Kalitzsch stimmte zu: "Das ist ein tolles Gefühl, aus dem Wasser zu kommen - und alle applaudieren." Er nahm das Wetter mit Humor: "Solange es stürmt, regnet es wenigstens nicht", lachte er und stürzte sich in der zweiten Welle des Massenstarts in die Fluten. Knapp 160 Teilnehmer hatten sich beim Breitensport-Teil angemeldet. Bei Sprint und Staffel lagen 105 Anmeldungen vor. Bei den Jüngsten traten 26 Wettkämpfer an. Da sieht Organisator Bednorz noch Spielraum nach oben. "Im nächsten Jahr wollen wir gezielt Kinder in der Landesmeisterschaft fördern", blickte er voraus.
"Es war sehr anstrengend", berichtete der zehnjährige Max Forstenbacher von der TSG Wittenberg. Er hatte den ersten Platz in der Schüler B-Klasse errungen, tritt damit genau wie sein Bruder Felix in Papas Fußstapfen. "Die Arme waren nach dem Schwimmen schlapp, und beim Radfahren dann auch noch die Füße." In 30 Minuten und 17 Sekunden absolvierte er die 200 Meter im Wasser, fünf Kilometer auf dem Rad und 1 000 Meter Laufen. "Und das, obwohl ich vergessen hatte, mir im Wechselgarten das T-Shirt anzuziehen. Da musste ich nochmal zurück." Papa Bernd Forstenbacher (Grün-Weiß Wittenberg) brauchte eine Viertelstunde länger, allerdings legte er beim Jedermann-Triathlon auch 500 Meter im Wasser, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer zu Fuß zurück. In der Altersklasse 40 kam er auf Platz 14. Forstenbacher nutzte Bergwitz als Vorbereitung auf die olympische Distanz am 24. Juli in Leipzig.
Von schweren Unfällen blieb der Triathlon verschont. "Zwei Fahrradstürze und einmal zu viel Wasser geschluckt", fasste Yvonne Stein, Rettungsassistentin bei den Johannitern, zusammen. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
20.06.2011 Lutherstadt Wittenberg: Startsignal im Dauereinsatz
Startsignal im DauereinsatzWettkämpfe aus Anlass des Wittenberger Stadtfestes ziehen aus fast allen Teilen der Republik Aktive an. Organisatoren sind mit dem Ablauf zufrieden.Rums, plötzlich lag der Sonnenschirm am Beckenrand. Zum Glück waren noch keine Schwimmer im Wasser. Ansonsten hätte Barbara Vasel für einen Moment ihre Pflichten als Wendekampfrichterin nicht richtig wahrnehmen können. Sie sicherte den Schirm, der beinahe auf ihren Füßen landete, schnell vor dem weiteren Wegfliegen. Ihn rasch zurück in den Ständer gestellt, lag dann ihre Aufmerksamkeit wieder ganz bei dem, was fünf Minuten später offiziell begann und zwei Tage lang das Wasser des Piesteritzer Freibades in Bewegung hielt: 550 Aktive aus 36 Vereinen waren der Einladung der Abteilung Schwimmen des SV Grün-Weiß Wittenberg zum Wettkampf zu "Luthers Hochzeit" gefolgt.
"Schwimmer sind
von Natur aus
disziplinierter."
Barbara Vasel
Wendekampfrichterin
Eine ordentliche Hausmarke, schließlich galt es, mehr als 2 000 Starts über die Bahnen zu bringen. Barbara Vasel, Mitglied des Schimmvereines aus Bad Lauterberg, sah das alles aber durchaus entspannt. Zum fünften Mal mit dabei, genoss sie trotz des Dauereinsatzes des Startsignals das Fluidum. "Unsere Wittenberger Kollegen haben sich mit diesem Wettkampf was ganz Besonderes einfallen lassen. Uns zieht es nämlich deshalb immer wieder her, weil es wie eine Art Familientreffen und die Stimmung so fröhlich und entspannt ist."
Vor allem viele Kinder und Jugendliche waren an den beiden Tagen dabei. Ist man da als Wendekampfrichterin womöglich etwas nachsichtiger? "Nein", meinte Vasel bestimmt. "Es sind offizielle Wettbewerbe, da haben sich auch die jüngsten Schwimmer an die Regeln zu halten." Da aber nach Meinung der Lauterbergerinnen "Schwimmer von Natur aus disziplinierter sind", rechnete sie nicht damit, dass jemand bewusst Fehler macht, um sich mögliche Vorteile zu verschaffen. "Wenn was schief geht, ist dies fast immer einer großen Aufregung oder der Unachtsamkeit geschuldet."
Schon etwas entspannter gönnte sich am Sonnabendnachmittag Uwe Stephan einen Kaffee am Vereinshaus oberhalb des Schwimmbeckens. Der Schwimmabteilungsleiter der Wittenberger war sich zu diesem Zeitpunkt bereits sicher, wieder eine erfolgreiche Veranstaltung bewerkstelligt zu haben. "Natürlich haben wir mittlerweile eine gewisse Routine. Aber die schützt nicht vor Fehlern. Also bereiten wir das Ganze stets akribisch vor." Was sehr viele Leute beschäftige, wie Stephan betonte. "Da kann man nur allen ein Dankeschön ausrichten. An die Vereinsmitglieder, unsere Sponsoren, die Stadt, sonstige Helfer und nicht zuletzt an all die Vereine, die zu uns gekommen sind und dieses unkomplizierte Miteinander umsetzen." Stolz war Stephan auch darauf, dass sich etliche Deutsche Meister im Piesteritzer Wasser tummelten. "Dies spricht doch deutlich für die Qualität unserer Wettkämpfe."
Zu den Deutschen Meistern zählte ein bekanntes Wittenberger Gesicht. Tina Kehlitz, die bei den Grün-Weißen das Schwimmen erlernte und vor einem Jahr an die Sportschule nach Halle wechselte. Sie ging gern für ihren alten Verein an den Start. Gleich mehrfach war sie zu erleben. Wobei auch eine Meisterin mal verlieren kann. Über die 100 Meter Lagen musste sie sich Anna Marianne Tauschel (SV Halle) geschlagen geben.
Gestern Nachmittag endeten die zweitägige Wettbewerbe. Nun bleibt die Zeit, das Ganze in Ruhe auszuwerten, um vor allem die Statistik zu ergänzen. Auch dies wird noch einmal Geduld erfordern. Wie hatte Uwe Stephan schließlich gesagt: "Bei dieser Fülle an Wettkämpfen und Startern bekommt man nicht immer gleich mit, ob beispielsweise Bestmarken geknackt wurden. Aber keine Bange, das finden wir heraus."
Alle Ergebnisse sind im Internet auf www.wittenbergerschwimmverein.de ausführlich aufgelistet. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
18.06.2011 Lutherstadt Wittenberg: Im Freibad geht die Post ab
Im Freibad geht die Post abVERANSTALTUNG Schwimmwettkampf anlässlich Protokollführer Manuel Schwitzing will es heute wissen. "Ich nehme mir die Zeit und springe selbst ins Wasser", sagt er und freut sich auf das kühle Blonde. Wenn die Spitzensportler aus ganz Deutschland ihre Sachen beim Wettkampf anlässlich "Luthers Hochzeit" zusammengepackt haben, geht im Piesteritzer Freibad gegen 18 Uhr noch einmal ordentlich die Post ab.
"Ich nehme mir die
Zeit und springe
selbst ins Wasser."
Manuel Schwitzing
Protokollführer
Das Rennen der Bierstaffeln (Erwachsene) steht auf dem Programm. Wenn Schwitzing auf die Premieren-Veranstaltung 2010 zu sprechen kommt, kann er sich das Lachen nicht verkneifen. "Wir haben gewonnen und dann doch wieder verloren", erklärt das Vereinsmitglied des SV Grün-Weiß und liefert gleich die Erklärung mit. Eine Staffel besteht aus vier Personen, die jeweils 25 Meter absolvieren müssen. An jeder Wendemarke steht ein kleines Fläschchen (0,33 Liter) Gerstensaft. Wenn der letzte Sportler des Quartetts ins Ziel kommt, müssen die Flaschen leer sein. Und genau das war das Problem des vermeintlichen Vorjahressiegers. Nicht ganz leer hieß in diesem Fall Disqualifikation.
Bei der diesjährigen Auflage sind bei allen Wettkämpfen 550 Aktive aus 36 Vereinen am Start. Das macht in der Summe etwa 2 100 Starts. Schwitzing ist stolz auf das Meldeergebnis und betont, dass Veranstalter Grün-Weiß den Service wieder ein Stückchen verbessert hat. Die Homepage bekam im Vorfeld flugs ein moderneres Gesicht, alle Ergebnisse sind über einen Live-Ticker einsehbar. "Ich bin schon zehn Jahre Protokollführer", sagt Schwitzing, "da bekommt man in Sachen schnelle Auswertung langsam Routine rein."
Der erste Höhepunkt ist das heutige Staffelrennen über achtmal 50 Meter Freistil, das für 13.13 Uhr geplant ist. Gastgeber Grün-Weiß ist immer der Gejagte, die Teams aus Schwedt, Stralsund und Dresden werden versuchen, den Wittenberger die Show zu stehlen. Die frisch gebackene Deutsche Meisterin Tina Kehlitz ist ebenfalls am Start. In Berlin gewann die Zwölfjährige, die inzwischen im Olympiastützpunkt Halle trainiert, zwei Gold- und eine Bronzemedaille. Am Wochenende springt sie für ihren Ex-Verein mehrfach in die Fluten. In der Mixed-Staffel, über 100 Meter Lagen, Rücken, Schmetterling, Brust sowie Freistil gibt das Talent seine Visitenkarte ab.
Das tolle Teilnehmerfeld sind für Schwitzing und das gesamte Organisationsteam Beweis genug, dass der Wettkampf zu den Events in Deutschland gehört. Bereits gestern verwandelte sich das Areal rings um das Schwimmbecken in eine Zeltstadt, an den Nummernschildern war zu erkennen, dass fast jedes Bundesland in Piesteritz vertreten ist. Für den Verein ist der Termin ein Glücksfall. Ganz nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Denn den Gang zum Stadtfest lassen sich die Schwimmer nie entgehen.
Der Schwimmwettkampf anlässlich Luthers Hochzeit beginnt heute um 13 Uhr im Piesteritzer Freibad. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
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